Teleskope Beobachtungs-termine Sichtbarkeit von Planeten Aktuelle
Ereignisse am Himmel
Bilder Wetter,
Links
Kontakt,
Impressum

Sichtbarkeit der Planeten im Juli

Merkur

Merkur stand am 24.6. in seiner größten östlichen Elongation (größter Winkelabstand von der Sonne mit 25,2°), doch seine Abendsichtbarkeit endet in den ersten Julitagen. Am 21.7. erreicht der flinke Planet bereits seine untere Konjunktion und versteckt sich hinter der Sonne.

 

Venus

Venus steht im Juli am Morgenhimmel zu tief für eine sinnvolle Beobachtung. Bei Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) steht sie weniger als 1° über dem Horizont.

Mars

Mars lässt sich zu Monatsbeginn gegen 22:15 Uhr mit einem Fernglas als 1,8 mag helles rötliches Objekt etwa 3,5° hoch im Nordwesten aufspüren. Er verblasst aber bis zur Monatsmitte in der Abenddämmerung und ist danach nicht mehr sichtbar.

 

Jupiter

Jupiter stand am 10.6. in Opposition zur Sonne (eine Linie: Sonne – Erde –Jupiter) und ist die ganze Nacht über als auffälliges, -2,5 mag helles Objekt am Himmel zu sehen. Sein Kulminationszeitpunkt, sein höchster Stand im Süden, verfrüht sich von 23:45 Uhr am Monatsersten auf 21:37 Uhr am Monatsletzten. Damit ist er optimal am Abendhimmel zu beobachten, wenn auch seine mit maximal 18° sehr geringe Höhe über dem Horizont die Beobachtung etwas erschwert. Schon mit einem kleinen Teleskop erkennt man dunkle Wolkenstreifen, Verwirbelungen und den in den letzten Jahren geschrumpften Großen Roten Fleck, der sich aktuell stark verändert. Der Tanz der vier großen Jupitermonde Ganymed, Kallisto, Io und Europa lässt sich ebenso verfolgen wie gelegentliche Durchgänge, Schattenwürfe, Verfinsterungen und Bedeckungen der Monde im Zusammenspiel mit ihrem Planeten. Der Äquatordurchmesser des leicht abgeplatteten Gasriesen schrumpft im Monatsverlauf kaum merklich von 45 Bogensekunden auf 43 Bogensekunden. Der zunehmende Mond begegnet Jupiter am Abend des 13.7. und passiert den Planeten in 1,2° Abstand nördlich.

 

Saturn

Saturn steht am 9.7. im Sternbild Schütze in Opposition. Der Ringplanet geht bei Sonnenuntergang auf und ist die gesamte Nacht am Himmel zu sehen. Am 1.7. kulminiert der Ringplanet um 02:02 Uhr, am 31.7. schon um 23:51 Uhr. Wie Jupiter erreicht er aber nicht viel mehr als 18° Höhe über dem Südhorizont. Am Tag der Opposition ist Saturn immer noch stolze 1,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt – im Teleskop erscheint seine abgeplattete Scheibe daher nur 18 Bogensekunden groß. Dank seines Ringsystems, das in diesem Jahr mit rund 24° weit geöffnet ist, wirkt er aber mehr als doppelt so groß. Sein hellster Mond Titan ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag schon in kleineren Teleskopen zu sehen. Der Vollmond passiert Saturn in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli südlich.

 

Uranus

Uranus erscheint am frühen Morgenhimmel im Sternbild Widder und ist als 5,8 mag heller Lichtpunkt bei klarem, dunklem Himmel gerade noch mit bloßem Auge zu sehen. Am 1.7. geht der Planet um 01:50 Uhr auf, am 31.7. bereits um 23:55 Uhr. Im Teleskop sieht man bei hoher Vergrößerung ein 3,5 Bogensekunden großes, blassgrünes Scheibchen.

 

Neptun

Neptun steht im Wassermann, etwa 1° nordöstlich des 4,2 mag hellen Sterns Phi Aquarii. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,8 mag ist er nur im Teleskop oder einem Fernglas zu sehen. Bei hoher Vergrößerung sieht man ein 2,3 Bogensekunden großes, bläuliches Scheibchen. Die Neptunaufgänge verfrühen sich im Monatsverlauf von 00:25 Uhr auf 22:25 Uhr.

Quelle: SuW 7/2019