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Sichtbarkeit der Planeten im Mai

Merkur

Merkur erreicht am 21.5. in 1,32 AE Entfernung von der Erde seine obere Konjunktionsstellung (eine Linie: Erde – Sonne – Merkur) und bleibt deshalb im hellen Sonnenlicht verborgen. Anfang Juni ist Merkur dann wieder recht günstig am Abendhimmel zu sehen.

 

Venus

Venus ist im Mai kaum beobachtbar. Sie steht westlich der Sonne und damit am Morgenhimmel. Da ihre Bahn sehr flach zum Horizont verläuft, erreicht sie erst dann günstige Höhen, wenn die Sonne bereits aufgeht. Diese Bedingungen verschlechtern sich im Monatsverlauf noch weiter.

 

Mars

Mars bewegt sich rechtläufig, also ostwärts, vom Sternbild Stier in die Zwillinge und ist damit weiterhin am Abendhimmel zu sehen. Er geht am 1.5. um 00:15 Uhr, am 31.5. um 23:42 Uhr unter. Mit einer scheinbaren Helligkeit von rund 1,8 mag wird er immer unauffälliger, seine bis zum Monatsende auf 3,9 Bogensekunden schrumpfende Scheibe ergibt im Teleskop auch kein lohnendes Beobachtungsobjekt mehr.

 

Jupiter

Jupiter ist der mit Abstand beeindruckendste Planet des Maihimmels: Er bewegt sich rückläufig, also westwärts, im Sternbild Schlangenträger und nähert sich seiner diesjährige Oppositionsschleife, die er am 10.6. beginnen wird. Damit entwickelt sich der Gasriese zum Objekt der ganzen Nacht. Am Monatsersten geht der Riesenplanet um 00:14 Uhr auf und kulminiert um 04:18 Uhr (höchster Stand im Süden). Bis zum 31.5. verfrühen sich diese Zeiten auf 21:58 bzw. 02:07 Uhr. Seine Kulminationshöhe fällt mit etwa 17° recht gering aus, was die Beobachtung im Teleskop erschwert. Der Äquatordurchmesser des Jupiterscheibchens wächst von 43,4 auf 45 Bogensekunden. Man kann mit dem Teleskop zahlreiche Wolkenstreifen, Verwirbelungen und den in den letzten Jahren geschrumpften Großen Roten Fleck sehen. Ebenfalls spannende Beobachtungsobjekte sind die vier großen Jupitermonde, die Galileischen Monde. Am 29. Mai ab etwa 00:55 Uhr befinden sich für etwa zehn Minuten die Monde Ganymed, Io sowie der Schatten von Io vor der Jupiterscheibe.

 

Saturn

Saturn steht im Sternbild Schütze am Morgenhimmel. Am 1.5. erscheint der 0,3 mag helle Ringplanet um 02:02 Uhr über dem Osthorizont und kulminiert um 06:13 Uhr, am 31.5. schon um 00:03 Uhr bzw. 04:12 Uhr. Ähnlich Jupiter erreicht auch Saturn nur etwa eine maximale Höhe von 18,5°. Im Teleskop erkennt man eine knapp 18 Bogensekunden große Planetenscheibe und ein um 23,5° geöffnetes Ringsystem. Am 23.5. gegen 01:15 Uhr wandert die abnehmende Mondsichel 1,5° südöstlich an Saturn vorbei.

 

Uranus

Uranus stand im April in Konjunktionsstellung (eine Linie: Erde – Sonne – Uranus) und ist auch im Mai nicht zu beobachten.

 

Neptun

Neptun ist im Mai am Morgenhimmel sichtbar. Im Teleskop sieht man ab etwa 150- bis 200-facher Vergrößerung ein 7,9 mag helles, 2,2 Bogensekunden großes, blaugraues Scheibchen. Er steht etwa ein Grad nordöstlich des 4,2 mag hellen Sterns Phi Aquarii. Die Neptunaufgänge verfrühen sich im Monatsverlauf von 04:26 Uhr auf 02:29 Uhr.

Quelle: SuW 5/2019