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Sichtbarkeit der Planeten im März

Merkur

Merkur ist noch in den ersten Märztagen am Abendhimmel zu sehen. Der flinke Planet entschwindet aber schnell in der Dämmerung. Am 1.3. geht er um 19:43 Uhr unter, bei Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem Horizont) gegen 18:34 Uhr steht er rund 10° über dem Westhorizont. Eine Stunde später entschwindet er bereits im Horizontdunst. Schon in den ersten darauffolgenden Märztagen wird die Beobachtung des Merkur praktisch unmöglich. Am 15.3. steht er in unterer Konjunktion, also zwischen Erde und Sonne und bleibt den Rest des Monats unbeobachtbar.

 

Venus

Venus zieht als strahlender Morgenstern mit einer scheinbaren Helligkeit von -4,0 mag vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Wenn die Sonne am 1.3. noch 6° unter dem Horizont ist, steht Venus rund 8° hoch, am 31.3. nur noch 3°. Die abnehmende Mondsichel begegnet der Venus vom 2. auf den 3.3.

 

Mars

Mars wandert am Abendhimmel ostwärts vom Sternbild Widder in den Stier, wo er am Monatsende rund 3° südlich des Sternhaufens der Plejaden steht. Der rote Planet geht am 1.3. um 23:35 Uhr unter, am 31.3. um 23:30 Uhr (MEZ), damit ist er etwa drei Stunden beobachtbar. Allerdings schrumpft sein scheinbarer Durchmesser auf unter 5 Bogensekunden. Oberflächendetails sind daher auch bei hoher Vergrößerung kaum noch auszumachen. Seine scheinbare Helligkeit sinkt im Monatsverlauf leicht von 1,2 auf 1,4 mag. Der zunehmende Mond passiert den Mars am Abend des 11.3. am Westhorizont.

 

Jupiter

Jupiter findet man am Morgenhimmel im südlichen Teil des Sternbilds Schlangenträger. Der -2,1 mag helle Gasriese geht am 1.3. um 03:05 Uhr auf, am Monatsende bereits um 01:18 Uhr (MEZ). Das Jupiterscheibchen wächst von 36 auf knapp 40 Bogensekunden. Im Fernglas oder Teleskop kann man zwei besondere Ereignisse mit den Jupitermonden beobachten: Am Morgen des 4.3. ab 03:53 Uhr stehen Europa und Ganymed gemeinsam vor der Jupiterscheibe, während Io vom Jupiterschatten verfinstert wird. Am 27.3. steht der abnehmende Mond etwa 1° nördlich von Jupiter und es lassen sich zwei direkt aufeinander folgende Verfinsterungen von Jupitermonden durch Jupiters Schatten verfolgen. Zuerst verschwindet gegen 03:40 Uhr Europa und nur zwei Minuten später der kleine Mond Io.

 

Saturn

Saturn steht am Morgenhimmel. Seine Aufgangszeiten verschieben sich im Monatsverlauf von 04:52 Uhr auf 03:01 Uhr (MEZ). Der Ringplanet ist 0,6 mag hell und erschein im Teleskop als rund 16 Bogensekunden großes Scheibchen, dessen Ringsystem gut 23° geöffnet ist. Am Morgen des 29.3. passiert der abnehmende Mond Saturn etwa 0,7° südlich.

 

Uranus

Uranus wandert ostwärts durch das Sternbild Widder. Man findet den 5,9 mag hellen Planeten (Fernglas!) am Abendhimmel zur Monatsmitte etwa 2,5° nördlich des 4,3 mag hellen Sterns Omikron Piscium (o Psc). Die Untergänge des nur 3,4 Bogensekunden großen Planeten verfrühen sich im Monatsverlauf von 22:31 Uhr auf 20:41 Uhr.

 

Neptun

Neptun steht am 7.3. in Konjunktion mit der Sonne (eine Linie: Erde – Sonne – Neptun) und ist deshalb nicht beobachtbar.

 

Quelle: SuW 3/2019