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Sichtbarkeit der Planeten
im April
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Merkur
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Merkur erreicht am 4.4. seine größte westliche
Elongation
(27,8° Winkelabstand von der Sonne). Obwohl er
dann in den Morgenstunden noch vor der Sonne am Himmel
erscheint, bleibt er dennoch in der Morgendämmerung
verborgen. Durch seine flache Bahn zum Horizont erreicht
er keine ausreichende Höhe, ehe die Sonne aufgeht.
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Venus |
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Venus zeigt sich im April gut sichtbar am Abendhimmel.
Zum Monatsesten steht sie gegen 20:24 Uhr, wenn die
Sonne 6° unter den Horizont gesunken ist und die
bürgerliche Dämmerung endet, 12° über dem Westhorizont.
Bis zum 30.4. klettert sie bei gleichem Sonnenstand –
dann um 21:14 Uhr – bereits in eine Höhe von mehr als
16°. Da sich die Venus nach ihrer oberen Konjunktion
(eine Linie: Erde – Sonne – Venus) noch auf einem
erdfernen Abschnitt ihrer Umlaufbahn befindet, ändert
sich ihre Lichtphase nur wenig. Im Verlauf des Monats
sinkt diese von anfänglich 94% auf 88% ab. Entsprechend
bleibt auch die scheinbare Helligkeit unserer Nachbarin
mit rund -3,9 mag nahezu konstant.
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Mars |
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Mars bleibt im April unsichtbar. Er steht nahe bei
Merkur und verblasst damit in der hellen
Morgendämmerung, ehe er auf ausreichende Höhe aufsteigen
kann.
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Jupiter |
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Jupiter ist weiterhin während der ersten Nachthälfte gut
zu sehen. Zum Monatsbeginn steht er bei Einbruch der
Dämmerung noch mehr als 60° hoch im Süden und strahlt
mit einer scheinbaren Helligkeit von rund -2,2 mag. Bis
Ende April sinkt seine Höhe zu Beginn der Nacht auf
immerhin noch 40°. Im Teleskop erscheint Jupiter zur
Monatsmitte mit einem Scheibendurchmesser von etwa 37
Bogensekunden, gemessen am Äquator. Immer wieder lassen
sich dabei die vier großen Jupitermonde mit
Transitereignissen und Schattenwürfen verfolgen. Am 1.4.
geht Jupiter um 03:56 Uhr unter, am 30.4. bereits knapp
vor 02:13 Uhr. Der zunehmende Mond begegnet ihm am 23.4.
nördlich in einem Anstand von knapp 3°.
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Saturn |
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Saturn stand Ende März in Konjunktion mit der Sonne
(eine Linie: Erde – Sonne – Saturn) und lässt sich im
April nicht beobachten. Er befindet sich in der Nähe von
Merkur und Mars und ertrinkt wie diese beiden im
morgendlichen Sonnenlicht.
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Uranus |
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Uranus nähert sich seiner
Konjunktion am 22.5. (eine Linie: Erde – Sonne –
Uranus). In der ersten Aprilhälfte kann man ihn noch
kurz nach Ende der Dämmerung tief am Westhimmel
erwischen. Er steht etwa 4,5° südwestlich des
Sternhaufens der Plejaden im Stier, nahe der nur 5,7 und
6,1 mag hellen Sterne 13 und 14 Tauri.
Im Fernglas zeigt sich Uranus als etwa 5,8 mag
schwacher Lichtpunkt; im Teleskop offenbart sich ein
rund 3,5 Bogensekunden großes blaugrünes Scheibchen. In
der zweiten Aprilhälfte verblasst Uranus zunehmend in
der Abenddämmerung. Am 23.4. kommt ihm die helle Venus
bis auf 47 Bogensekunden nahe und steht nordwestlich des
fernen Planeten.
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Neptun |
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Neptun stand Ende März in Konjunktion mit der Sonne
(eine Linie: Erde – Sonne – Neptun) und ist im April
unbeobachtbar.
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Quelle: SuW
4/2026
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