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Sichtbarkeit der Planeten im Januar

Merkur

Merkur ist in diesem Monat unsichtbar. Am 21.1. steht er in oberer Konjunktion (eine Linie: Erde – Sonne – Merkur) und damit etwas neben der Sonne am Tageshimmel)

 

Venus

Venus steht am 6.1. ebenfalls in oberer Konjunktion und ist somit nicht sichtbar.

 

Mars

Mars erreicht seine Konjunktionsstellung (eine Linie: Erde – Mars – Sonne) am 9.1. und ist damit im Januar nicht zu sehen.

 

Jupiter

Jupiter steht am 10.1. in Opposition (eine Linie: Jupiter – Erde – Sonne): Einen Tag zuvor erreicht er einen Abstand von 4,2 Astronomischen Einheiten (1 AE = Abstand Erde – Sonne) oder 633 Millionen Kilometer von der Erde – seine minimale Distanz in diesem Jahr. Der Riesenplanet lässt sich praktisch die ganze Nacht optimal beobachten. Um Mitternacht erreicht er Horizonthöhen von mehr als 62°. Man findet ihn, -2,7 mag hell, im Sternbild Zwillinge und wenige Grad südlich der hellen Sterne Kastor und Pollux. Dort begegnet er in der Nacht vom 3. auf den 4.1. der Vollmond; er passiert den Planeten in rund 3,5° Abstand nördlich. Im Fernrohr erscheint das Jupiterscheibchen mehr als 46 Bogensekunden groß. Damit genügt schon ein kleines Fernrohr, um bei ruhiger Luft Wolkenstreifen und den Großen Roten Fleck auf der Planetenscheibe erkennen zu können.

 

Saturn

Saturn erscheint zum Jahresbeginn bei Ende der Dämmerung fast genau im Süden. Der 1,0 mag helle Ringplanet steht an der Grenze der Sternbilder Wassermann und Fische und erreicht 36° Horizonthöhe. Im Laufe der ersten Nachthälfte sinkt er an den westlichen Horizont: Seine Untergangszeiten verfrühen sich von 23:10 Uhr am Neujahrsabend auf 21:26 Uhr am 31. Januar. Damit verbleiben zum Monatsende noch knapp drei Stunden für die Beobachtung des Planeten und seiner Monde. Am 17.1. bedeckt die Saturnscheibe den größten Mond des Ringplaneten, Titan. Ein- bzw. Austritt dauern dabei jeweils knapp 20 Minuten. Beim Eintritt ist der Himmel dabei noch recht hell, da mit Bedeckungsbeginn erst die Sonne untergeht. Beim Austritt steht Saturn bereits sehr tief. Am 9. und 25.1. zieht Titan vor seinem Planeten vorbei; der Planet geht in beiden Fällen unter, während sein Mond noch vor der Planetenscheibe steht. Es sind dies die letzten Titanereignisse der aktuellen Serie für Mitteleuropa – am 2.2. ergibt sich die letzte Bedeckung. Mitte des Monats zeigt sich der Saturnring unter einem Öffnungswinkel von 1,5°, mit Blick auf die Südhemisphäre des Planeten. Die zunehmende Mondsichel begegnet Saturn am 23. Januar.

 

Uranus

Uranus wandert rückläufig, also westwärts, durch den westlichen Teil des Sternbilds Stier. Man findet den 5,6 mag hellen Planeten zur Monatsmitte zirka 5° südwestlich des Sternhaufens der Plejaden (M45) in der Nähe zweier ähnlich heller Sterne, 13 und 14 Tauri (5,7 bzw. 6,1 mag hell). Das Beobachtungsfenster des Eisriesen verlagert sich in die erste Nachthälfte: Am 1.1. kulminierte Uranus (höchster Stand im Süden) um 21:17 Uhr in knapp 60° Höhe und geht um 05:00 Uhr des folgenden Morgens unter. Bis zum Monatsletzten verfrühen sich diese Zeiten auf 19:17 Uhr bzw. 02:59 Uhr. Im Fernrohr zeiht sich Uranus als 3,7 Bogensekunden großes Scheibchen.

 

Neptun

Neptun, 7,8 mag hell, finden wir in den Fischen und damit, wie im vorigen Jahr nicht weit von Saturn entfernt. Beide Planeten nähern sich an der Himmelssphäre wieder an: Am Neujahrsabend steht Neptun 3,5°, am 31.1. nur knapp 2° nordöstlich des hellen Ringplaneten, der damit die Aufsuche von Neptun wieder erheblich einfacher macht. Im Fernrohr erkennt man den fernen Planeten bei hoher Vergrößerung an seiner blassblauen, 2,2 Bogensekunden großen Scheibe. Zur Monatsmitte geht Neptun gegen 22:35 Uhr unter.

Quelle: SuW 1/2026