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Sichtbarkeit der Planeten
im September
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Merkur
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Merkur bleibt im September unbeobachtbar.
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Venus |
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Venus´ Abendsichtbarkeit geht in diesem Monat zu Ende:
In der ersten Septemberwoche kann man sie unter
günstigen Bedingungen – das heißt bei sehr klarem Himmel
und freier Sicht zum Westhorizont – gegen 20:35 Uhr bei
Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonne 6° unter dem
Horizont) rund 3° über diesem aufspüren. Dabei ist trotz
ihrer enormen scheinbaren Helligkeit von -4,5 mag ein
Fernglas zwingend erforderlich. An den folgenden Abenden
sinkt Venus zu gleicher Stunde fast ein halbes Grad pro
Tag Richtung Horizont, sodass sie spätestens zu Beginn
der zweiten Septemberwoche völlig unsichtbar wird –
zumindest am Abendhimmel. Am Taghimmel kommt es am 14.
September zu einer Bedeckung der Venus durch den Mond.
Leider stehen von der Mitte Deutschlands aus betrachtet
gegen 11:30 Uhr – wenn der Planet an der unbeleuchteten
Seite des 3,3 Tage alten Mondes verschwindet – unser
Trabant und Venus erst 4° über dem Südosthorizont. Beim
Austritt am schmalen beleuchteten Mondrand gegen 12:40
Uhr steht der Mond immerhin rund 12° hoch.
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Mars |
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Mars ist im September ein Planet des Morgenhimmels. Er
wandert in diesem Monat durch das Sternbild Zwillinge
und tritt am 25.9. in den Krebs über. Seine
Aufgangszeiten verfrühen sich leicht, von 01:30 Uhr am
Monatsersten auf 01:30 Uhr am 30. September. Seine
scheinbare Helligkeit bleibt fast konstant bei 1,2 mag,
denn der Rote Planet näher sich nach seiner Konjunktion
(eine Linie: Erde – Sonne – Mars) vergleichsweise
langsam der Erde. Entsprechend nimmt auch die zu gut 90%
beleuchtete Marsscheibe im Teleskop nur wenig an Größe
zu: Ihr Durchmesser wächst im Verlauf des Monats von
anfänglich 5,1 auf 5,6 Bogensekunden an. Die abnehmende
Mondsichel steht am Morgen des 7.9. etwa 5° nordöstlich
des Roten Planeten.
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Jupiter |
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Jupiter erscheint vor Beginn der Dämmerung am
Morgenhimmel. Am 30.9. geht er bereits um 02:52 Uhr und
damit mehr als vier Stunden vor der Sonne auf. Er tritt
Ende September vom Sternbild Krebs in den Löwen über.
Mit seiner scheinbaren Helligkeit von -1,9 mag ist er
auffällig hell. Im Teleskop erreicht der Riesenplanet
zum Monatsende einen scheinbaren Äquatordurchmesser von
mehr als 33 Bogensekunden. Besonders interessant sind in
diesem Monat Jupiters Monde, die im September mehrere
von Mitteleuropa aus sichtbare gegenseitige Bedeckungen
und Verfinsterungen zeigen. Sehenswert und günstig zu
beobachten ist am Morgen des 23.9. die Verfinsterung von
Europa durch den innersten der vier Galileischen Monde
Io: Um 05:13 Uhr zieht Europa in Ios Schatten und büßt
während des nur fünf Minuten dauernden Ereignisses rund
60% seiner Helligkeit ein. Das Spektakel lässt sich bei
dunklem Himmel und ausreichender Horizonthöhe Jupiters
problemlos beobachten. Etwas mehr als eine Stunde
später, ab 06:29 Uhr, bewegt sich Io aus unserer Sicht
vor Europa. Obwohl die Morgendämmerung zu diesem
Zeitpunkt bereits im Gange ist, dürfen das
„Verschmelzen“ der beiden Lichtpunkte im Teleskop
eindrucksvoll zu beobachten sein. Vom 8. auf den 9.
September passiert der abnehmende Mond den Jupiter.
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Saturn |
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Saturn erreicht am 4.10. seine Opposition (eine Linie:
Saturn – Erde – Sonne), ist aber schon im September ein
Objekt der ganzen Nacht. Der Ringplanet steht an der
Grenze zwischen den Sternbildern Fische und Walfisch und
geht am Monatsersten um21:14 Uhr über dem östlichen
Horizont auf – Ende September bereits zwei Stunden
früher und somit noch während der Dämmerung. Zur
Monatsmitte hin durchläuft Saturn um 02:31 Uhr seine
Kulminationsposition (höchster Stand im Süden) und
klettert dabei auf eine Höhe von 42,5°. Seine scheinbare
Helligkeit beträgt 0,4 mag. Die Saturnscheibe misst am
Äquator 19,5 Bogensekunden, während das Ringsystemrund
8° geöffnet ist. Am 27.9. begegnet der Mond dem Herrn
der Ringe, bleibt jedoch weit nördlich des Planeten.
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Uranus |
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Uranus bewegt sich immer langsamer über den Himmel, bis
er am 10.9. im Sternbild Stier schließlich stillsteht
und seine Oppositionsschleife beginnt – genau im
„Goldenen Tor der Ekliptik“ zwischen den offenen
Sternhaufen der Plejaden und den Hyaden. Der 5,7 mag
helle Planet ist den größten Teil der Nacht sichtbar und
lässt sich auf halber Strecke zwischen dem rötlichen
Aldebaran im Stier und Atlas, dem nordöstlichsten der
markanten Sterne der Plejaden, auffinden. Am 1.9. geht
Uranus um22:57 Uhr auf, zwei Stunden nach Ende der
Dämmerung. Bis zum Monatsletzten verfrühen sich seine
Aufgänge auf 21:03 Uhr. Dann kulminiert er gegen 05:00
Uhr in einer beachtlichen Höhe von 61° über dem
südlichen Horizont.
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Neptun |
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Neptun steht am 26.9. im Sternbild Fische in Opposition
(eine Linie: Sonne – Erde – Neptun) – in einer
Entfernung zur Erde von 28,9 Astronomischen Einheiten
oder 4,3 Milliarden Kilometern. Der ferne Eisriese wird
damit lediglich 7,8 mag hell und ist ausschließlich mit
optischer Unterstützung zu sehen. Seine 2,4
Bogensekunden große Scheibe zeigt sich nur bei klarer,
ruhiger Luft und unter hoher Vergrößerung im Teleskop.
Aufgespürt wird Neptun am besten mithilfe einer guten
Sternkarte oder eines computergesteuerten Teleskops.
Überraschend leicht zu erkennen ist ein 13,4 mag heller
Lichtpunkt in einem Abstand von wenigen Bogensekunden:
Triton, der größte Neptunmond, lässt sich in einem
Teleskop ab 200 Millimetern Öffnung gut ausmachen – ein
Hinweis darauf, warum der Mond weniger als drei Wochen
nach der Entdeckung seines Planeten selbst gefunden
wurde. Neptun ist im September praktisch die ganze Nacht
zu sehen und kulminiert (höchster Stand im Süden) zur
lokalen Mitternacht in rund 40°
Höhe über dem südöstlichen Horizont.
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Quelle: SuW
9/2026
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