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Sichtbarkeit der Planeten
im Juli
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Merkur
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Merkur steht am 13.7. in unterer Konjunktion, also
zwischen Erde und Sonne, und ist in diesem Monat nicht
zu sehen.
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Venus |
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Venus findet sich am Abendhimmel. Ihre ohnehin nicht
besonders gute Sichtbarkeit verschlechtert sich
allerdings im Lauf des Monats weiter: Am 1.7. erreicht
unsere Nachbarin bei Ende der bürgerlichen Dämmerung um
22:17 Uhr (Sonne 6° unter dem Horizont) nur eine Höhe
von knapp 12,5° über dem Westhorizont. Am Monatsletzten
sind es bei gleichem Sonnenstand, dann um 21:43 Uhr,
schon weniger als 8°. An diesem Abend verabschiedet sich
Venus bereits um 22:35 Uhr – nicht einmal eine Stunde
bleibt für die Beobachtung. Dabei dauert es Ende Juli
nur noch zwei Wochen, bis Venus ihre größte östliche
Elongation, also ihren maximalen scheinbaren
Winkelabstand zur Sonne und damit die üblicherweise
beste Abendstellung, erreicht. Allerdings verläuft die
Venusbahn sehr flach zum Horizont. Dadurch steht Venus,
sobald die Sonne sich dem Horizont nähert, ebenfalls
sehr tief. Dass sie sich der Erde annähert, erkennt man
auch direkt im Teleskop: Im Monatsverlauf wächst ihr
scheinbarer Durchmesser von 16 auf 21 Bogensekunden.
Gleichzeitig nimmt ihr Beleuchtungsgrad von 69% auf 56%
ab. Die zunehmende Mondsichel passiert Venus am 17.7. in
einem Abstand von 3° in südlicher Richtung.
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Mars |
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Mars betritt im Juli nach langer Abwesenheit wieder die
Himmelsbühne, nachdem er Ende Juni nur zaghaft in der
Morgendämmerung auftauchte. Seine am Morgenhimmel recht
steil zum Horizont verlaufende Bahnhilft ihm beim
Aufstieg. Am 1.7. finden wir den Roten Planeten um 04:31
Uhr, zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung, knapp 14°
über dem Osthorizont. Mars ist nur 1,4 mag hell, sodass
es ein Fernglas braucht, um ihn im Dämmerlicht sicher
wahrnehmen zu können. Immerhin hat er eine gute
Aufsuchhilfe: Der Sternhaufen der Plejaden im Sternbild
Stier steht nur rund 4,5° nordwestlich. Mars wandert in
den Juliwochen durch das Goldenen Tor der Ekliptik
zwischen den Sternhaufen der Plejaden und den
benachbarten Hyaden hindurch. Dot begegnet er am Morgen
des 4.7. dem Gasplaneten Uranus. Bis zum 31.7. steigt
seine Höhe bei gleichem Sonnenstand dann um 05:09 Uhr
auf knapp 27°. Zum Ende des Monats geht Mars gegen 02:05
Uhr auf. Sein scheinbarer Winkeldurchmesser beträgt
knapp 5 Bogensekunden, das sind nur 1,5 Bogensekunden
mehr als Uranus. Der abnehmende Mond passiert Mars vom
11. auf den 12.7. nördlich.
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Jupiter |
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Jupiter erreicht am 29.7. seine Konjunktion (eine Linie:
Erde – Sonne – Jupiter), damit ist der Riesenplanet
praktisch den ganzen Monat nahezu unbeobachtbar.
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Saturn |
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Saturn gerät am 27.7. im Sternbild Fische in Stillstand
uns beginnt seine Oppositionsschleife. Der 0,7 mag helle
Ringplanet geht am Monatsersten um 01:20 Uhr auf; am
31.7. erscheint er knapp zwei Stunden früher. Saturn
wird damit zum Planeten der zweiten Nachthälfte: Am
Monatsende steht er bei Dämmerungsbeginn mehr als 40°
hoch. Im Teleskop zeigt er sich dabei als 18
Bogensekunden große Scheibe mit dem um etwa 9°
geöffneten Ringsystem. Der abnehmende Mond zieht
zwischen dem 7. und 8. Juli in nördlicher Richtung an
Saturn vorbei, hält mit mehr als 7° jedoch gebührenden
Abstand.
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Uranus |
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Uranus erscheint frühmorgens über dem nordöstlichen
Horizont. Der 5,8 mag helle Planet geht am Monatsersten
um 02:59 Uhr und am 31.7. bereits um 01:05 Uhr auf. Man
findet ihn am einfachsten am Morgen des 4.7., wenn er
nur 9 Bogenminuten nordöstlich des helleren Mars steht
und gemeinsam mit dem Roten Planeten in das Gesichtsfeld
eines hochvergrößernden Fernrohrs passt. Uranus´
scheinbarer Winkeldurchmesser ist mit 3,5 Bogensekunden
knapp 1,5 Bogensekunden kleiner als der des Mars.
Auffällig ist der Farbunterschied: Uranus leuchtet
matt-grün, Mars hingegen in seinem charakteristischen
Orange-Rot. Uranus quert zur Monatsmitte ebenfalls das
Goldene Tor der Ekliptik, wenn auch deutlich langsamer
als Mars.
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Neptun |
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Neptun beginnt wie Saturn in diesem Monat seine
Oppositionsschleife im Sternbild Fische. Sein Stillstand
fällt auf den 8.7. – nur einen Tag davor huscht noch der
abnehmende Halbmond vorbei. Anschließend wandert Neptun
rückläufig, also westwärts über den Fixsternhimmel. Der
7,9 mag helle Planet geht Mitte des Monats um 23:57 Uhr
auf und erreicht zu Beginn der morgendlichen Dämmerung
immerhin eine Höhe von gut 30° über dem Südosthorizont.
Hellstes Objekt und Aufsuchhilfe in seiner Nähe ist
Saturn; der Ringplanet steht den gesamten Monat 10°
östlich von Neptun.
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Quelle: SuW
7/2026
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