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Sichtbarkeit der Planeten im März

Merkur

Merkur steht am 7.3. in unterer Konjunktion (eine Linie: Erde – Merkur – Sonne) und bleibt damit den gesamten März unbeobachtbar.

 

Venus

Venus wird zum Abendplaneten: Dank ihrer steil zum Westhorizont stehenden Bahn gewinnt sie im März rasch an Höhe. Am Monatsersten findet man sie um 18:34 Uhr 5° über dem Westsüdwesthorizont; die Sonne ist zu diesem Zeitpunkt bereits 6° unter den Horizont gesunken und hat die bürgerliche Dämmerung beendet. Am 31.3. erreicht die Venus bei gleichem Sonnenstand knapp 12° Höhe – dann um 19:23 Uhr MESZ. Ihre scheinbare Helligkeit bleibt im gesamten Monat konstant bei -3,9 mag. Zum Ende der ersten Märzwoche passiert Venus den sich vom Abendhimmel zurückziehenden Saturn. Ihre engste Begegnung findet am Abend des 8.3. statt: Nur etwa 55 Bogenminuten trennen die beiden gegen 18:45 Uhr. Saturn verliert sich dabei leicht im Dämmerlicht – Venus dient aber als einfacher Wegweiser, sofern die Horizontsicht wolkenfrei ist. Der Mond steht am 20.3. rund 5,4° nordöstlich der Venus.

 

Mars

Mars bleibt nach seiner Konjunktion (eine Linie: Erde – Mars – Sonne) am 9.1. weiterhin unsichtbar.

 

Jupiter

Jupiter ist der dominierende Planet der ersten Nachthälfte. Der rund -2,4 mag helle Riese beendet am 11.3. seine Oppositionsschleife und bewegt sich fortan wieder rechtläufig (ostwärts) über die Himmelssphäre. Am Monatsersten erreicht Jupiter um 20:48 Uhr mit 63° seinen höchsten Punkt am Himmel – nahe am maximal möglichen Wert. Bis zum 31.3. verfrühen sich seine Kulminationszeiten (höchster Stand im Süden) auf 18:52 Uhr MESZ und damit bereits in die Abenddämmerung. Am Monatsletzten geht er um 03:00 Uhr unter. Die Jupiterscheibe schrumpft bis Ende März auf immer noch beeindruckende 39 Bogensekunden, gemessen am Äquator des leicht abgeplatteten Gasriesen. Besonders lohnenswert in diesem Monat ist die Beobachtung seiner Monde: Am 17.3. ziehen ab 20:46 Uhr Io und Kallisto gemeinsam vor die Jupiterscheibe. Und um 21:58 Uhr tritt auch noch Ios Schatten hinzu. Am 26.3. lassen sich bereits vor Sonnenuntergang ab 17:58 Uhr Io und Ganymed vor dem größten Planeten des Sonnensystems beobachten – Ios Schatten folgt etwa eine halbe Stunde später. Der zunehmende Halbmond passiert Jupiter vom 25. auf den 26. März.

 

Saturn

Saturn kann zu Monatsbeginn noch tief im Westen erwischt werden, verblasst aber mit seiner scheinbaren Helligkeit von etwa 1,0 mag jedoch schnell. Mit Ende der Abenddämmerung verschwindet er unter dem Horizont. Am 8.3. kommt es noch zu einer engen Begegnung mit der vorbeiziehenden Venus; ab der Monatsmitte ist von Saturn allerdings nicht mehr zu sehen. Am 25.3. erreicht er schließlich seine Konjunktion (eine Linie: Erde – Sonne – Saturn) und steht zu nahe an der Sonne, um beobachtet werden zu können.

 

Uranus

Uranus hält sich noch am Abendhimmel. Am 1.3. geht er um 01:11 Uhr unter, am Monatsletzten aber bereits um 23:14 Uhr MESZ. Der nur 2,8 mag helle Gasplanet steht rund 5° südwestlich des bekannten Sternhaufens der Plejaden (M45), wo er die Sterne 13 Tauri (5,7 mag) und 14 Tauri (6,1 mag) in geringem Abstand südlich passiert. Am 26.3. nähert er sich 14 Tauri auf nur 5 Bogenminuten. Mit etwas Übung lassen sich die drei fast gleich hellen Objekte mit einem Fernglas von den Plejaden aus finden – Uranus´ Position verändert sich jedoch von Tag zu Tag deutlich.

 

Neptun

Neptun erreicht am 22.3. seine Konjunktion (eine Linie: Erde – Sonne – Neptun), nur drei Tage vor dem ihm nahe stehenden Saturn. Mit nur 7,8 mag bleibet er im Gegensatz zu Saturn von Beginn des Monats an praktisch unbeobachtbar.

Quelle: SuW 3/2026